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Rede der Abgeordneten Andrea Milz am 27. Mai 2008
Mehr Frauen in die Aufsichtsräte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen, im Wahlprogramm der CDU zur anstehenden Europawahl steht unter Verweis auf die Entwicklung der Gleichberechtigung von Mann und Frau: "… Um die Gleichstellung von Frau und Mann zu verbessern, setzen wir uns für Lohngleichheit, eine ausgewogene Präsenz von Frauen in Führungspositionen in Politik und Wirtschaft sowie für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein." - Diesen Satz finden sicher Frauen und Männer gut! Die konkrete Ausgestaltung, wie diese Präsenz von Frauen in Führungspositionen gesteigert werden soll, ist nicht so einfach - viele Ideen, wie sie z.B. in Norwegen erfolgreich umgesetzt wurden, finden dann schon nicht mehr alle Frauen und Männer gut. Den Antrag der SPD wiederum finden die Koalitionsfraktionen nicht gut, weil Norwegen eben nicht Deutschland ist und sicher nicht 1:1 hier bei uns umgesetzt werden kann. Den Entschließungsantrag von Bündnis 90/Die Grünen hingegen finde ich persönlich zwar ziemlich gut - das reicht aber nicht für eine Mehrheit! Frei nach Luther "Hier stehe ich und kann nicht anders", werde ich mich daher hier und heute auch gegen diesen Antrag entscheiden müssen. Liebe Kolleginnen und Kollegen: wir sind derzeit noch nicht soweit; es gibt Klärungsbedarf sowohl in der Koalition wie auch innerhalb der CDU-Fraktion. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass zu den Verhandlungen über den Koalitionsvertrag im kommenden Jahr die notwendige Abstimmung bzw. Klärung erfolgt ist. Was könnte Gegenstand einer solchen Abstimmung sein? Erfahren Sie jetzt etwas über meine Träume:
Auch wenn ich also hier und heute nur träumen kann, bin ich zuversichtlich, dass es "kütt wie et kütt": Allen Skeptikern, besonders den Männern in die Reihen von CDU und FDP, rufe ich in Erinnerung:
Manche Dinge dauern schrecklich lange! Sie, meine Herren, werden uns zwar heute, aber nicht mehr lange aus den Führungsfunktionen heraushalten! |
Zuletzt geändert am: 18.12.2010 |