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Andrea Milz, CDU-Fraktion Rede Düsseldorf, 18.12.2002 Herr Präsident, Energieversorgung ist heute eine weltweite Herausforderung mit lokalen Besonderheiten und Antworten. Die Verbreitung moderner Technologien im Energiebereich ist ein wichtiger Baustein für globalen Klimaschutz. Um alle Menschen dieser Welt auf Dauer gleichmäßig mit bezahlbarer und unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit gewonnenen Energie zu versorgen, muss der Stand der Technik auch bei den erneuerbaren Energien fort entwickelt und verbessert werden: Wind, Wasser, Sonne, Biomasse, Meeresströmungen und Erdwärme sind hier interessante Potenziale, deren Nutzung weiter ausgebaut werden muss. Den in NRW ansässigen Firmen, die in führender Position im Energiebereich tätig sind, bietet sich hier eine Chance zur Weiterentwicklung. Eine Konferenz - verbunden mit einer Ausstellung oder einer Messe - schafft eine weitere Möglichkeit, die Stärken darzustellen, neue Kontakte zu knüpfen und neue Geschäftsfelder zu entwickeln. Mit der Stadt Bonn als Konferenzort wird ein hervorragender Ausrichter gewählt, der sich zu einem Verhandlungsort gerade für umwelt- und entwicklungspolitische Zukunftsthemen entwickelt hat. In Bonn hat man nach dem Umzugsbeschluss der Regierung nach Berlin den Strukturwandel tatkräftig und erfolgreich angepackt; die Entwicklung von einer „Beamtenstadt“ in eine „Stadt, in der Menschen miteinander reden und diskutieren“ ist innerhalb von zehn Jahren gelungen. Bezieht man die Region mit ein – das ist nichts Neues, man bedient sich des Petersberges in Königswinter bei Prestige trächtigen Gelegenheiten ja auch gerne als Leihgabe nach Bonn – bietet sich mit der Einbeziehung des Siebengebirges und des Rhein-Sieg-Kreises eine passende Kulisse für ein kulturelles Begleitprogramm. Der Naturpark Siebengebirge als eines der ältesten Naturschutzgebiete in Deutschland kann thematisch in Bezug mit Energie gesetzt werden: „Wind und Drachen“, „Sonne und Weintrauben“, „Wasser und Rheinkiesel“ sowie „Biomasse, Kühe und Schafe“. Für die lebendige Künstlerszene in der Region sowie auch für Handwerker, Freiberufler und Erfinder wird hier eine Fülle von spannenden Ideen für ein Kulturevent möglich! Auch den Punkt „Gründung einer internationalen Agentur“ will ich kurz aufgreifen: Um die vielen Fragen, schon vorhandenen Lösungen und noch nicht gelösten Probleme besser koordinieren zu können, ist die Gründung eines „Kompetenzzentrums“ für erneuerbare Energien sinnvoll. Bonn und die Region bieten sich hier als geeigneter Standort an, ist doch Bonn heute schon nicht nur Gastgeber von Konferenzen, sondern auch Sitz entsprechender Einrichtungen, z.B. von Eurosolar, der weltweit größten Vereinigung für erneuerbare Energien. Wir freuen uns als CDU-Fraktion über diesen nunmehr gemeinsamen Antrag und sind gespannt auf die Verhandlungsergebnisse der Landesregierung in Berlin! Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. |
Zuletzt geändert am: 18.12.2010 |